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Dankbarkeit: Zwei ultimative Übungen zum Glück


Anerkennung und Wertschätzung ist etwas, nach dem wir uns alle tief in unserem Herzen sehnen. Und dies erlangen wir vor allem durch eines: Der Dankbarkeit. Außerdem hat Dankbarkeit noch einen anderen Nebeneffekt.

Sie macht uns glücklich.

Jetzt fragst du dich sicher, was Dankbarkeit mit unserem eigenen Glück zu tun haben soll. Ich möchte dir in diesem Artikel erklären, warum Dankbarkeit der Schlüssel zu einem erfüllten Leben ist. Außerdem möchte ich dir zwei Übungen mit an die Hand geben, die du jeden Tag ausführen kannst, um dankbarer zu sein und dein Glück im Leben zu steigern.

Was hat es also mit der Dankbarkeit auf sich?

Wann warst du das letzte Mal dankbar? Damit meine ich nicht, wann du das letzte Mal Dankeschön gesagt hast, sondern wann du da das Gefühl von tiefer Dankbarkeit empfunden hast. Uns wurde als Kinder immer wieder gesagt, dass wir danke und bitte sagen müssen. Wir haben gelernt, dass dies in unserer Gesellschaft als höflich betrachtet wird. Hier geht es aber nicht um Manieren, sondern vielmehr um eine dankbare Haltung gegenüber dem Leben.

Wahre Dankbarkeit lässt sich mit Worten eigentlich gar nicht wirklich ausdrücken. Es ist vielmehr die Anerkennung und Wertschätzung, die wir jemanden oder einer Situation entgegenbringen. Natürlich kannst du für materielle Dinge dankbar sein. Aber gerade die immateriellen Dinge, die in uns eine tiefe Dankbarkeit auslösen, geben uns ein positives Lebensgefühl. Du kannst dich zum Beispiel dankbar dafür fühlen, gesund zu sein. Oder aber du bist dankbar dafür, dass du eine tolle Familie hast. Die Dankbarkeit ist aber nicht an irgendwelche Bedingungen gebunden. Man erlebt einfach ein tiefes Gefühl der Genügsamkeit.

Auf die Frage, ob sich Dankbarkeit überhaupt für dich lohnt, kann ich nur mit einem klaren ja antworten. Es gibt zahlreiche Studien, die inzwischen belegen konnten, dass Dankbarkeit einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden hat. Hier sind drei gute Gründe dafür, warum du Dankbarkeit praktizieren solltest.

1.Wer dankbar ist, ist glücklicher und gesünder.

In wissenschaftlichen Studien konnte belegt werden, dass dankbare Menschen weniger physische Beschwerden haben, sportlich aktiver sind und optimistischere Erwartungshaltungen haben. Zudem sind dankbare Menschen eher dazu geneigt, ein prosoziales Verhalten zu zeigen. Sie unterstützen andere Menschen zum Beispiel häufiger bei ihren Problemen als Menschen, die weniger dankbar sind.

2. Wer dankbar ist, senkt das Stresslevel.

Da durch Dankbarkeit das Stresslevel im Körper gesenkt werden kann, hat dies auch einen starken Einfluss auf unsere Gesundheit. Zum Beispiel sinkt dadurch das Risiko an einem Herzinfarkt zu leiden. Unser Körper ist dazu, in der Lage unsere Herzfrequenz zu variieren und somit unseren Herzrhythmus zu verändern. Dieses Phänomen nennt sich die Herzfrequenzvariabilität. Dein Körper sorgt dafür, dass zum Beispiel deine Herzfrequenz steigt, wenn du stark aktiv bist. Im Ruhezustand verlangsamt sich der Herzschlag dann wieder. Wenn deine Herzfrequenzvariabilität hoch ist, bedeutet das, dass du eine hohe Anpassungsfähigkeit an die äußeren Umstände hast. Menschen mit einer niedrigen Herzfrequenzvariabilität können sich daher nur schlecht an Schwankungen im Alltag anpassen. Dadurch sind sie schneller gestresst und gereizt. Dankbarkeit macht also resistenter und stärker in Stresssituationen.

3.Wer dankbar ist, hat weniger Schlafprobleme.

Alex M. Wood konnte mit seiner Studie an der Universität von Manchester zeigen, dass Menschen, die dankbarer sind, tiefer und generell besser schlafen können. Laut Aussagen der Studienteilnehmer, litten diese Menschen weniger unter Schlafstörungen als die Teilnehmer der Kontrollgruppe. Dadurch waren sie insgesamt wesentlich leistungsfähiger.

Du siehst, Dankbarkeit hat einen großen Einfluss auf uns und unseren Körper in vielerlei Hinsicht. Um Dankbarkeit zu praktizieren gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ich möchte dir nun zwei Übungen vorstellen, mit denen du dies gut im Alltag üben kannst.

Übung 1: Die Übung mit den fünf Fingern

Diese Methode ist sehr einfach. Denn dafür brauchst du nichts weiter als deine eigene Hand. Außerdem kannst du sie überall durchführen. Vor allem in Zeiten, wenn wir uns unzufrieden fühlen oder einen Motivationskick brauchen, sollten wir auf diese Übung zurückgreifen. Dabei zählst du einfach deine Finger und denkst bei jedem Finger an eine schöne und ermutigende Sache in deinem Leben. Du nimmst zum Beispiel zuerst den kleinen Finger und denkst an etwas, für das du in deinem Leben sehr dankbar bist. Denke nun bei jedem deiner fünf Finger an eine Sache, die dich glücklich macht. Es kann zum Beispiel auch ein anderer Mensch sein, eine Sache, oder etwas, was dir passiert ist.

Übung 2: Einen Brief der Dankbarkeit schreiben

Für diese Aufgabe benötigst du einen Stift und einen Zettel. Sie ist etwas länger als die andere, dafür aber auch etwas intensiver. Nimm dir ungefähr 15 Minuten Zeit, um diese Aufgabe durchzuführen. Setze dich hin mit deinem Zettel und deinem Stift, und schließe die Augen. Du kannst nun an irgendwelche schönen Dinge denken, die in deinem Alltag passiert sind. Das kann zum Beispiel jemand sein, den du magst oder der dir geholfen hat um deine Ziele zu erreichen. Vielleicht hast du diesen Menschen noch nicht wirklich dafür gedankt. Dann kannst du nun einen Brief an diesen Menschen schreiben und deine Dankbarkeit ihm gegenüber aussprechen.

Worum genau geht es und wie hat sich das auf dein Leben ausgewirkt? Schreibe circa 200-400 Wörter - es können aber auch gerne mehr sein. Wenn du möchtest kannst du dieser Person diesen Brief vorlesen. Natürlich wird dich das sicherlich einiges an Überwindung abverlangen. Aber die Person wird sich sicher darüber freuen. Wenn es dir hilft, kannst du diesen Brief auch am Telefon vorlesen oder eine Sprachnachricht aufnehmen.

Wie auch immer du deine Dankbarkeit praktizieren möchtest, ich hoffe, dass du einen Weg findest, um auch von all diesen Vorteilen zu profitieren. Es kann tatsächlich ein Leben langfristig verändern und es zum Positiven wenden.

In diesem Sinne wünsche ich dir viel Glück für die Zukunft!

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